Der Samstag begann recht früh für mich, denn nur wenn man rechtzeitig am Hockenheimring ist, findet man noch einen guten Parkplatz. Daher ging es gegen 6.45 Uhr mit dem vollgetankten Smart los in Richtung Hockenheim. Knapp 60 Minuten später konnte ich dann auf dem P2 einen Parkplatz bekommen und so machte ich mich gleich auf den Weg zu den Tribünen. Bei jedem DTM-Rennen hat man die Möglichkeit das Fahrerlager gegen eine geringe Gebühr zu besuchen, daher musste ich mir noch meine Bändchen beim Info-Stand abholen. Weil es noch recht früh war, war entsprechend wenig los, so dass dieser Vorgang auch schnell erledigt war.

Anschließend ging es gleich in das Fahrerlager. Hier kann man den Mechanikern beim Schrauben an den verschiedensten Autos über die Schulter schauen oder auch einen etwas anderen Blick auf die Rennstrecke werfen. Gegen 9 Uhr machten sich dann die ersten Autos, in diesem Fall die Audis des Audi Sport TT Cups, bereit ihre Runden zu drehen. Jedoch kam es kurz nach dem Start des Qualifyings zu einem Crash in der ersten Kurve nach Start und Ziel. Zum Glück gab es nur einen Blech- und keinen Personenschaden. Trotzdem war das Qualifying zu diesem Zeitpunkt natürlich abgebrochen worden.

Anschließend habe ich mich auf den Weg zu meinem Sitzplatz in der Südtribune gemacht, von wo aus ich dem Qualifying für den Porsche Carrera Cup Deutschland verfolgt habe. Hierbei fahren 13 Fahrer im gleichen Autos um den Kurs und nur der Reifendruck bzw. das Können der Fahrer entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Im Anschluss wurde es zum ersten Mal an diesem Tag so richtig laut im Motodrom, denn die 24 DTM-Autos drehten ihre Runden für das zweite freie Training. Dieses wurde von Audi dominiert, so befanden sich auf den Plätzen 1 bis 6 nur Vertreter mit den vier Ringen. Allerdings hat dies noch nicht so viel zu sagen, da es sich ja nur um ein freies Training gehandelt hat.

Weiter ging es mit den ersten Rennen am Samstag. Zunächst stand das Rennen des Audi Sport TT Cups auf dem Programm und anschließend direkt das Rennen des Porsche Carrera Cups. Dabei kam es zu einigen spektakulären Unfällen, sowie Saftey Car Phasen.

Nun folgte der große Auftritt der DTM-Fahrer, denn zunächst ging es in das Qualifying bevor es dann gegen 16.00 Uhr auch endlich in das erste Rennen ging. Seit letzer Saison werden nämlich an jedem Rennwochenende zwei Rennen ausgetragen und so steht, anders als bei der Formel 1, direkt am Samstag ein Rennen im Terminkalender.

Die nachfolgende Tabelle fast dabei das Ergebnis des 1. Rennens der Saison 2016 mit den zehn besten Fahren und ihren Zeiten noch einmal zusammen.

DTM - 07. Mai 2016 - Rennen 1

NameMarkeZeit
Edoardo MortaraAudi42:11,606
Robert WickensMercedes+1,657
Nico MüllerAudi+4,454
Paul Di RestaMercedes+8,818
Christian VietorisMercedes+10,192
Bruno SpenglerBMW+20,097
António Félix da CostaBMW+30,882
Maxime MartinBMW+41,360
Mattias EkströmAudi+46,455
Miguel MolinaAudi+47,198

Auch wenn es nun schon bereits 17.15 Uhr war, war noch lange nicht Schluss, denn nun wurde die Strecke ein wenig umgebaut und vorbereitet. Die Fahrer der FIA World Rallycross sowie der RX Lites wollten den Zuschauern noch ihre Drift-Fähigkeiten präsentieren. Auch hier lieferten sich die Fahrer spannende Kämpfe mit brennenden Autos und spektakulären Unfällen.

Doch auch danach war noch nicht Schluss, denn ich habe beim DTM-Gewinnspiel einen Trackwalk gewonnen. Dabei durften man zu Fuß direkt auf die Strecke im Motodrom und hat so einen ganzen anderen Blickwinkel auf das Geschehen am Hockenheimring werfen können. Während die Aufräumarbeiten noch voll im Gange waren, durften wir unter der Leitung des ehemaligen DTM-Fahrers Manuel Reuter dem Streckenverlauf durch das Motodrom in Richtung Start und Ziel folgen. Während des Spaziergangs gab es zahlreiche interessante Fakten von Manuel bzgl. des Kurses, sowie Antworten auf alle gestellten Fragen. Im Anschluss ging es dann noch einmal durch die menschenleere Boxengasse, wo jedoch noch fleißigen an den Autos geschraubt wurde.

Trackwalk auf dem Hockenheimring

Somit ging für mich gegen 21 Uhr ein ereignisreicher und spannender Renntag am Hockenheimring zu Ende und ich habe mich wieder auf die Fahrt zurück nach Pforzheim gemacht.